DWD Synoptische Übersicht Mittelfrist
17-08-2026 10:30
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 17.08.2026 um 10.30 UTC
Unbeständig mit zeitweiligen Regenfällen, am Donnerstag und Freitag im Süden
auch kräftige Gewitter möglich. Mäßig warm bis warm.
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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 24.08.2026
Zumindest bis zum kommenden Wochenende dominiert ein unbeständiger
Witterungsabschnitt mit zeitweiligen Regenfällen. Diese lindern zwar die
Trockenheit in einigen Regionen deutlich, aber aufgrund des konvektiven
Charakters der Niederschläge leider bei Weitem nicht überall.
Doch nun zur Entwicklung im Detail:
Am Donnerstag befindet sich Deutschland an der Südflanke eines umfangreichen,
von Skandinavien über die Norwegische See und die Britischen Inseln bis zum
nahen Ostatlantik reichenden und mit mehreren Drehzentren ausgestatteten
Höhentrogkomplexes unterhalb einer relativ glatten südwestlichen Höhenströmung.
Im Tagesverlauf und in der Nacht zum Freitag amplifiziert der Trog weiter nach
Südwesten bis ins Seegebiet westlich der Biskaya, wodurch die Höhenströmung über
dem Vorhersagegebiet weiter aufsteilt.
Bei einem insgesamt schwachgradientigen Bodendruckfeld befinden sich weite Teile
des Landes im Einflussbereich mäßig warmer bis warmer Luftmassen aus dem Raum
Biskaya/Frankreich (T850 hPa zwischen 8 und 12 Grad). Lediglich in den Süden und
Südosten gelangt mit dem Aufsteilen der Höhenströmung und eines sich etwas nach
Norden verlagernden wellenden Frontenzuges ein Schwall sehr warmer und
potenziell instabiler Subtropikluft (T850 hPa 14 bis 18 Grad). Bei mäßiger Cape
und günstigen Scherungsbedingungen können sich dort kräftige, vereinzelt auch
schwere Gewitter (Unwetter) entwickeln. Nördlich des Frontenzuges schließt sich
eine von Südwest nach Nordost vor allem über die Mitte des Landes hinweg
reichende niederschlagsfreie Zone an mit längeren sonnigen Abschnitten, während
es im Nordwesten und Norden mit Passage kurzwelliger Troganteile im Bereich
eines Bodentroges Schauer und einzelne Gewitter gibt. Vor allem im Nordseeumfeld
können diese auch kräftiger ausfallen, das Unwetterpotenzial bleibt dort aber
gering.
Am Freitag kommt der Höhentrogkomplex insgesamt weiterhin kaum nach Südosten
voran, sondern amplifiziert über der Biskaya und dem nahen Ostatlantik weiter
nach Südwesten. Die Haupttrogachse erreicht in der Nacht zum Samstag so grade
die mittlere Nordsee, so dass wir auf dessen Vorderseite unterhalb einer noch
etwas aufsteilenden südwestlichen Höhenströmung verbleiben, wobei im
Tagesverlauf ein flacher Höhenkeil über das Vorhersagegebiet hinweg nordostwärts
schwenkt.
Der Bodentrog über Nordwestdeutschland kommt langsam nach Südosten voran,
verliert aber an Kontur, insgesamt bleibt das Druckfeld also sehr
schwachgradientig. Mit dem Aufsteilen der Höhenströmung nach Passage des flachen
Höhenkeils kommt der über Süddeutschland nach wie vor wellende Frontenzug aber
kurzzeitig erneut etwas nach Norden voran, wobei nach Lesart des IFS die
Südosthälfte des Landes bis Samstagfrüh von einer flachen Frontalwelle passiert
wird.
Vorderseitig können sich im Südosten im Einflussbereich potenziell instabiler
Subtropikluft erneut kräftige, teils unwetterartige Gewitter entwickeln. Mit
Passage der Welle kann es dann im Süden und Südosten, eventuell auch bis in die
Mitte reichend flächendeckender schauerartig regnen. Ob es für warnrelevante
Mengen reicht, ist aber noch unklar, zumal die vorliegenden Globalmodelle
diesbezüglich noch größere Differenzen aufweisen (dazu später mehr).
Nördlich der Frontalwelle dürfte es erneut eine Region geben, in der es nur
wenig Niederschläge gibt, während es im Nordwesten, nahe der sich langsam
annähernden Trogachse, weitere Schauer, eventuell auch kurze Gewitter gibt.
Am Samstag und in der Nacht zum Sonntag beginnt der Trog, knapp westlich der
Biskaya abzutropfen. Während sich ein weiteres Drehzentrum des
Höhentrogkomplexes in etwa über Karelien bzw. der Kola-Halbinsel mehr und mehr
auffüllt, verlagert sich ein Höhentief von der Norwegischen See bis zur Nacht
zum Sonntag nach Südnorwegen und übernimmt nun mehr und mehr eine
zentralsteuernde Funktion. An dessen Südflanke bleibt es über dem
Vorhersagegebiet bei einer relativ glatten südwestlichen Höhenströmung, die vor
allem über Nordwestdeutschland eine leicht zyklonale Kontur aufweist.
Im Bodenfeld kann sich die Frontalwelle östlich des Vorhersagegebietes noch
etwas vertiefen, zieht aber rasch über Polen hinweg nach Weißrussland.
Währenddessen greift ein Höhenrücken von Nordwesten her auf Irland und
Schottland über. Dieser stützt ein kräftiges Hochdruckgebiet über dem
Ostatlantik. Davon ausgehend, wietet sich ein kräftiger Keil über die Britischen
Inseln und die südliche Nordsee allmählich bis in den Westen, in der Nacht zum
Sonntag auch in die Mitte des Vorhersagegebietes aus.
Südlich des Keiles wird die potenziell instabile, ehemalige Subtropikluft über
Süddeutschland nicht komplett ausgeräumt (T850 hPa zwischen 10 und 13 Grad), so
dass sich dort erneut einzelne kräftige Gewitter entwickeln können, das
Unwetterpotenzial bleibt aber gering. Ansonsten gelangt von Nordwesten her
maritim erwärmte Subpolarluft in den Norden und in die Mitte des Landes (T850
hPa zwischen 4 Grad an der Nordsee und knapp 10 Grad in der Mitte), die nur
mäßig labil geschichtet ist und in der sich einzelne Schauer und kurze Gewitter
entwickeln können. Diese klingen in der Nacht zum Sonntag mit dem sich
verstärkenden Keil rasch ab, ebenso die Schauer und Gewitter im Süden.
Am Sonntag und in der Nacht zum Montag verlagert der Höhentrog sein Drehzentrum
langsam von Südnorwegen zur mittleren Ostsee, während sich das Cut-Off über der
Biskaya bzw. Nordspanien einnistet. Dazwischen wölbt sich ein Höhenrücken über
Frankreich bis nach Südostengland auf.
Dieser wiederum stützt den Bodenhochkeil, der sich über die Mitte des
Vorhersagegebietes weiter nach Osten und auch ein wenig nach Norden ausweitet.
Nördlich davon gibt es insbesondere an den Küsten bei maximal 20 Grad noch
vereinzelt kurze Schauer, während sich über Süddeutschland im Bereich potenziell
instabiler Luftmassen und Höchstwerten um bzw. knapp über 25 Grad erneut
einzelne kräftige Gewitter entwickeln können, für Unwetter dürfte es aber kaum
reichen. Ansonsten dominiert freundliches und trockenes Wetter bei 20 bis 25
Grad.
Am Montag wandert das Höhentief nach Lesart des IFS von der Biskaya nach
Westfrankreich. Vorderseitig entwickelt sich über Zentralfrankreich ein
Tiefdruckgebiet, von dem ausgehend sich eine flache Rinne mit sehr warmer und
potenziell instabiler Luft bis nach Südwest- bzw. Süddeutschland ausweitet. Dort
kann es dann eventuell bereits wieder kräftigere Gewitter geben.
Im Rest des Landes dominiert aber im Einflussbereich des sich langsam nach
Norddeutschland verlagernden Hochkeils (der Schwerpunkt hohen Luftdruckes
verlagert sich von den Britischen Inseln ins Nordmeer) ruhiges und trockenes
Wetter.
In der erweiterten Mittelfrist wandert das Höhentief von Frankreich her langsam
über den Süden bzw. die Mitte Deutschlands hinweg ostwärts. Die sehr warme und
potenziell instabile Luftmasse kann dabei vor allem am Dienstag vorübergehend
bis zur Landesmitte vordringen, wobei es teils kräftige, auch unwetterartige
Gewitter bzw. konvektiv durchsetzte Regenfälle mit durchaus warnrelevanten
Mengen geben kann, die am Dienstag kurzzeitig sogar Norddeutschland erfassen.
Davor und danach dominiert dort dagegen Hochdruckeinfluss, wobei sich das Höch
über dem Nordmeer und Nordskandinavien weiter verstärkt und ein robuster Keil
bis zur Nordsee reicht. Zu Wochenmitte weitet dieser Keil seinen Einflussbereich
langsam auch wieder zumindest bis zur Landesmitte aus. Im Süden bleibt es wohl
leicht unbeständig mit einzelnen Schauern und Gewittern.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die großräumige Wetterentwicklung wird von den letzten IFS-Läufen ähnlich
simuliert. Im Detail ergeben sich aber durchaus Differenzen, insbesondere, was
die räumliche Verteilung und Intensität der Niederschläge angeht.
Das beginnt bereits am Freitag; die im aktuellen Lauf den Südosten Deutschlands
passierende flache Frontalwelle wird von den beiden gestrigen Läufen schwächer
und weiter südöstlich simuliert. Dafür hatte insbesondere der gestrige 00
UTC-Lauf die Wetterwirksamkeit des Bodentroges über dem Nordwesten Deutschlands
stärker auf der Agenda mit einer deutlich regeren Schaueraktivität als seine
beiden Nachfolger.
Am Wochenende wird der Hochkeil über der Mitte und dem Norden des Landes vor
allem vom gestrigen 00 UTC-Lauf deutlich schwächer simuliert, vor allem am
Samstag dominiert noch der Einfluss des Troges über Südskandinavien. Das
Cut-Off-Tief soll zudem nach dessen Lesart deutlich früher auf Frankreich und
bereits am Montag auch auf Süddeutschland übergreifen mit konvektiv
durchsetzten, teils ergiebigen Niederschlägen, die sich von Südwesten rasch auf
die Landesmitte, in der Nacht zum Dienstag auch auf die Osthälfte ausweiten
würden, also mindestens 12 bis 24 Stunden früher als in den beiden aktuellen
Läufen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Ähnliche Unterschiede wie bei den IFS-Einzelläufen ergeben sich auch bei
Betrachtung der vorliegenden Globalmodelle. Vor allem die vom ICON simulierte
Entwicklung am Freitag und auch danach fällt ins Auge. Statt einer flachen
Frontalwelle entwickelt sich ab Freitagnachmittag im Alpenlee über Südostbayern
ein Tiefdruckgebiet und zieht in der Nacht zum Samstag unter deutlicher
Intensivierung rasch über Tschechien nach Nordpolen. An dessen Westflanke werden
ab Freitagnachmittag, insbesondere dann aber in der Nacht zum Samstag in einem
streifen vom Südwesten (Pfalz) über die Mitte bis in den Osten/Nordosten
kräftige, teils konvektiv durchsetzte Regenfälle simuliert, gebietsweise sogar
mit unwetterartigen Starkregen-Mengen (Sachsen-Anhalt bis Brandenburg in der
Nacht zum Samstag).
GFS simuliert dagegen die Frontalwelle noch weiter südöstlich als das IFS, so
dass kräftigere Niederschläge lediglich den Südosten Bayerns betreffen würden,
auch die kräftigen, teils unwetterartigen Gewitter im Vorfeld würden sich wohl
eher auf den inneralpinen Bereich beschränken und das Vorhersagegebiet kaum
betreffen.
Auch in weiterer Folge, insbesondere zum Sonntag hin, schlägt das ICON einen
eigenen Weg ein. Der Hochkeil wird schon am Samstag deutlich schwächer und
weiter nördlich simuliert als im GFS und IFS und am Sonntag weitet sich nach
Lesart des Modells bereits der Tiefdruckeinfluss von Frankreich her bis in den
Süden und die Mitte des Vorhersagegebiets aus mit Schauern und teils kräftigen
Gewittern. An der Bordflanke der sich über die Mitte bis in die Osthälfte
ausweitenden Tiefdruckrinne kann es dann in der Nacht zum Montag selbst in
Norddeutschland gebietsweise kräftiger regnen. Nach GFS, IFS und GEM bleibt
dagegen auch am Montag noch der Einfluss des Hochkeils über der Mitte bzw. dem
Norden des Landes dominant und einzelne Gewitter würden sich lediglich auf die
Südhälfte beschränken.
In der erweiterten Mittelfrist lässt das IFS (am Dienstag) als einziges Modell
die (konvektiv durchsetzten) Niederschläge vorübergehend auch bis nach
Norddeutschland ausgreifen. Nach Lesart des GFS und GEM beschränken sich diese
auf die Südhälfte (GFS) und weiten sich maximal (GEM) zur Landesmitte aus.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Im Zeitraum 72 bis 96 Stunden verteilen sich die 51 ENS-Member auf 6 Cluster.
Allesamt sind - wen wundert es angesichts des kräftigen Hochdruckgebietes über
dem mittleren Nordatlantik, der auch bis nach Island reicht - dem
Großwetterlagenregime NAO negativ zugeordnet. Die großräumige Konstellation der
Geopotenzialgebilde über Kontinentaleuropa ist in allen Clustern ähnlich (von
Skandinavien nach Westeuropa reichender Höhentrog), im Detail, insbesondere beim
Blick auf das Bodendruckfeld, ergeben sich aber erste Differenzen, die
insbesondere die Prognose der Frontalwelle am Freitag/Nacht zum Samstag
erschweren.
Diese rückt dann zu Beginn des nächstfolgenden Zeitraumes (120 bis 168 Stunden,
5 Cluster) in den Fokus. CL 2 (13 Member) und CL 5 (8 Member) haben sie immerhin
als abgeschlossenes flaches Tiefdruckgebiet auf der Agenda, vielleicht gibt es
ein paar wenige Einzelläufe, die eine ähnlich kräftige Tiefdruckentwicklung wie
im ICON simulieren.
Die weitaus meisten Member tendieren aber wohl eher Richtung flache
Frontalwelle.
Auch der Hochkeil, der sich im hauptlauf am Sonntag/Montag über die Mitte bzw.
den Norden des Landes ostwärts ausweitet, wird von den Clustern noch
unterschiedlich gezeigt. CL 1 (13 Member) hat diesen gar nicht auf der Agenda,
zeigt dagegen sogar eine Trogpassage. Nach CL 2 und CL 4 (8 Member) erweist sich
der Keil dagegen als ziemlich robust, während CL 5 (8 Member) statt des Keils
ein Hochdruckgebiet über der Nordsee zeigt, an dessen Südflanke bereits am
Montag vorderseitig eines Höhentiefs über Frankreich die potenziell instabile
Luftmasse zumindest bis zur Landesmitte vorankommen dürfte. Diese Variante
tendiert eher Richtung ICON-Lösung.
In der erweiterten Mittelfrist (192 bis 240 Stunden, 3 Cluster) bleibt der
wechselhafte Witterungscharakter aufrecht. Alle drei Cluster zeigen regen
Tiefdruckeinfluss über Westeuropa. Nach CL 1 (22 Member) schwenkt dann ein
flacher Rücken zu Wochenmitte langsam über Süddeutschland hinweg ostwärts, wobei
sich dann rasch eine vorübergehend warme Vorderseitenlage bei uns einstellen
könnte, die aber rasch wieder Tiefdruckeinfluss weicht. CL 2 (16 Member) lässt
immer wieder flache Tröge über das Vorhersagegebiet hinwegschwenken, wobei es
durchgehend unbeständig und nur mäßig warm bleibt. CL 3 (13 Member) simuliert
dagegen den Höhenrücken über dem östlichen Mittteleuropa bzw. Skandinavien
robuster, so dass sich hierzulande etwas länger eine warme Vorderseite
einstellen könnte.
Diese etwas länger anhaltende "warme Vorderseite" schlägt sich auch in der
Kurvenschar der 850 hPa-Temperatur der ENS-Member in den Rauchfahnen
verschiedener über das Vorhersagegebiet verteilter Gitterpunkte nieder. Selbst
in den norddeutschen Gitterpunkten tauchen Anfang/Mitte kommender Woche
Einzelmember mit T850 hPa über 15 Grad auf, während sich der Median dort relativ
eng gebündelt eher zwischen 5 und 9 Grad bewegt.
In den süddeutschen Gitterpunkten ist der Spread etwas größer, das
Temperaturniveau insgesamt ein wenig höher und es für die Gitterpunkte München
und Stuttgart sogar ein/zwei extreme heiße Ausreißer mit T850 hPa nahe 25 Grad.
Erfreulicherweise haben alle Rauchfahnen bis in die erweiterte Mittelfrist immer
wieder Niederschläge auf der Agenda.
FAZIT:
Es bleibt unbeständig und mäßig warm, im Süden vorübergehend auch noch einmal
warm bis sehr warm. Die Niederschläge sind zunächst ziemlich ungleich verteilt,
die Prognosen diesbezüglich sehr unsicher. Immerhin ist bis über die erweiterte
Mittelfrist hinaus keine längere Trockenperiode mehr in Sicht.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Im Fokus signifikanter Wettererscheinungen stehen in erster Linie die zumeist
konvektiv durchsetzten Niederschläge. Vor allem in der Südhälfte kann sich am
Donnerstag und Freitag noch einmal eine instabile Luftmasse subtropischen
Ursprungs durchsetzen. EFI reagiert insbesondere am Donnerstag mit günstiger
Cape/Shear-Überlappung im Südosten.
Somit sollten vereinzelt auch unwetterartige Gewitter (Hagel, Starkregen, bei
organisierten Entwicklungen auch schwere Sturmböen) in Betracht gezogen werden,
nach einer großräumigen Unwetterlage sieht es aktuell aber nicht aus.
Dazu gesellen sich Unsicherheiten bzgl. der oben beschriebenen Frontalwelle, die
ab Freitagnachmittag bis Samstagvormittag gebietsweise auch zu länger
anhaltenden, konvektiv durchsetzten Niederschlägen führen kann. Die
Unsicherheiten diesbezüglich wurden im Text angesprochen, ICON-EU-EPS zeigt
erhöhte Wahrscheinlichkeiten für Stark- bzw. Dauerregen am ehesten im Bereich
nördliches Oberfranken/Ostthüringen (also weiter südlich als die vom Hauptlauf
simulierten höchsten Mengen), IFS-EPS hat generell kaum Signale für Dauerregen
auf der Agenda und auch EFI springt nicht an.
Einzelne markante Gewitter mit stürmischen Böen und kleinkörnigem Hagel kann es
am Donnerstag und Freitag auch im Nordwesten Deutschlands geben.
Von Samstag bis Montag beschränken sich dann einzelne markante Gewitter wohl auf
die Südhälfte, auch dort ist das Unwetterpotenzial dann nur gering.
Die ICON-Variante mit der kräftigen Bodentiefentwicklung lässt vor allem in den
Gipfellagen der östlichen Mittelgebirge und der Alpen einzelne Sturmböen zu,
ansonsten spielt der Wind warntechnisch (außer in Verbindung mit Konvektion)
wohl keine Rolle.
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Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-EPS, MOSMIX
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Winninghoff