Thema des Tages

26-07-2026 13:20


Wetter aktuell

Tag der Seenotrettung



Der dritte Sonntag im Juli steht seit etlichen Jahren im Zeichen der
Seenotrettung. Die ausschließlich über Spenden finanzierte Deutsche
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist rund um die Uhr und oft
bei richtig schlechtem Wetter im Einsatz.


Am 29. Mai 1865 wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger (DGzRS) gegründet. Sie hat ihren Sitz in Bremen und
ist ein rechtsfähiger Verein, der an Nord- und Ostsee hoheitlich
(1965 im Gesetz festgeschrieben) die Suche und Rettung in Not
geratener Menschen durchführt. Dabei sind sie rund um die Uhr
einsatzbereit und rücken oft dann aus, wenn andere das Meer lieber
verlassen.



Neben der Rettung aus Seenot, der Koordinierung aller Maßnahmen im
Seenotfall sowie der Überwachung der Notfallkanäle im UKW-Bereich
stellen sie unter anderem die medizinische Erstversorgung, Hilfe bei
der Befreiung in Seenot geratener Besatzungen, Transport von
Verletzten und Unterstützung deutscher Schiffe und Besatzungen bei
Notfällen im Ausland sicher. Das Einsatzgebiet umfasst rund 3660
Kilometer Küstenlinie - von Borkum bis Usedom. Auf der Strecke gibt
es 53 Stationen mit etwa 60 Seenotrettungskreuzern und -booten sowie
1000 Seenotretter, wovon die meisten ehrenamtlich tätig sind.


Seit 1999 steht der dritte Sonntag im Juli im Zeichen der
Seenotretter, auf eigene Initiative. An diesem Tag finden in vielen
Stationen Führungen, Vorträge und Vorführungen statt. Man kann den
Rettern über die Schulter schauen, sich über Arbeit und Material
informieren und bei spannenden Übungen den Arbeitsablauf live
verfolgen. Immer unter der Voraussetzung, dass kein Notfall
reinkommt. Die Rettung in Not geratener Menschen auf See hat immer
Vorrang.


Der heutige Sonntag gestaltet sich an Nord- und Ostsee recht
wechselhaft. Es gibt viele Wolken und immer wieder Regen, vereinzelt
sind auch Blitz und Donner möglich. Dabei weht ein mäßiger bis
frischer Wind aus westlichen Richtungen. Auch der Montag ist an den
deutschen Küsten wechselhaft mit ein paar sonnigen Abschnitten und
meist nur schwachen Schauern, aber teils stürmischem Wind an der
Ostseeküste. Mit Höchstwerten um 20 Grad fühlt es sich nicht gerade
sommerlich an.


In den Folgetagen lässt der Wind nach, die Sonnenanteile nehmen zu
und auch die Temperatur steigt deutlich. Zu Wochenmitte sind um 30
Grad möglich, auch die zweite Wochenhälfte ist sommerlich warm,
wenngleich wieder mehr Wolken auftauchen und einzelne Schauer möglich
sind.

Dipl. Met. Jacqueline Kernn

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 26.07.2026

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