Thema des Tages

13-07-2026 11:20


Wetter aktuell

Wie lange hält die hochsommerliche Hitze an?


Eine markante Hitzewelle beeinflusst in dieser Woche vor allem die
Südwesthälfte des Landes. Im Verlauf der Woche steigt jedoch das
Schauer- und Gewitterrisiko an. Wird damit auch die Hitze verdrängt?



Viel Sonne und hochsommerliche Temperaturen - so präsentierte sich
der gestrige Sonntag in weiten Teilen Deutschlands. Verbreitet lagen
die Temperaturen am Nachmittag bei um oder über 30 Grad. Damit
herrschte wieder einmal bestes Badewetter. Auch die dritte Juliwoche
startet vor allem in der Südwesthälfte des Landes hochsommerlich heiß
und sonnig.

Grund dafür ist Hoch LAURENT, dessen Einflussbereich sich bis nach
Mitteleuropa erstreckt. Somit dominiert auch am heutigen Montag
erneut häufig die Sonne. Ganz störungsfrei verläuft der Tag jedoch
nicht überall. Ein Blick auf die Höhenwetterkarte zeigt über
Norddeutschland ein kleines Höhentief. Dadurch wird die Luftmasse
dort im Tagesverlauf leicht instabil, sodass vereinzelte aber teils
kräftige Schauer und Gewitter möglich sind. Am wahrscheinlichsten ist
dies von Nordrhein-Westfalen bis nach Schleswig-Holstein. Lokal eng
begrenzt ist bei diesen Gewittern heftiger Starkregen möglich.

In der Nacht auf Dienstag und am Dienstag macht sich dann zusätzlich
im Süden eine schwach ausgeprägte Tiefdruckrinne bemerkbar. Damit
sind bereits in der Nacht im äußersten Süden gewittrige Regenfälle
möglich. Im Norden und der Mitte sind ebenfalls weiterhin vereinzelte
Gewitter möglich. Tagsüber entwickeln sich dann im Süden und der
Mitte des Landes in der zunehmend schwülheißen Luftmasse vornehmlich
über dem Bergland teils kräftige Schauer und Gewitter. Dabei besteht
lokal Unwettergefahr durch heftigen Starkregen! Im Norden ist die
Gewitterneigung aufgrund einer vergleichsweisen recht trockenen
Luftmasse deutlich geringer. Vereinzelte Entwicklungen können aber
auch hier nicht ausgeschlossen werden.

Die Höchsttemperaturen erreichen am Dienstag in der Südwesthälfte 30
bis 35 Grad. Aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit wird die Hitze
allerdings noch belastender empfunden. Nach Osten hin fallen die
Temperaturen etwas niedriger aus, dennoch wird es auch dort
verbreitet hochsommerlich warm bis heiß.

Am Mittwoch setzt sich von Nordwesten her wieder häufiger die Sonne
durch. Im Süden und Osten treten in der weiterhin schwülwarmen bis
heißen Luftmasse erneut Schauer und Gewitter auf. Gleichzeitig gehen
die Temperaturen in der Südwesthälfte etwas zurück. Mit der Zufuhr
trockenerer Luft aus Nordwesten nimmt dort zudem die Wärmebelastung
voraussichtlich etwas ab.

Am Donnerstag verlagert sich der Schwerpunkt des Höhentiefs etwas
nach Nordwesten. Gleichzeitig nimmt es Verbindung auf mit einem
Höhentrog über Westeuropa. Damit gelangen in den Südwesten erneut
wieder etwas heißere Luftmassen, sodass dort am Donnerstag wiederholt
Höchstwerte von bis zu 34 Grad erreicht werden können.

Am Freitag und zum Wochenende hin verlagert sich der Höhentrog nach
Mitteleuropa. Damit nimmt nicht nur die Schauer und Gewittergefahr
deutlich zu, sondern es gehen auch die Temperaturen sukzessive
zurück. Wie stark die Abkühlung ausfällt ist allerdings noch mit
einigen Unsicherheiten verbunden. Während einige Modellösungen einen
deutlichen Rückgang der Temperatur sehen, zeigen andere lediglich
eine moderate Abkühlung. Entscheidend ist dabei die genau Lage und
Ausdehnung des Höhentrogs über Mitteleuropa. Eines zeichnet sich
jedoch bereits jetzt deutlich ab: Die langanhaltende, teils auch
große Hitze im Südwesten des Landes ist ab dem kommenden Wochenende
erst einmal vorbei!

M.Sc. Meteorologe Nico Bauer

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 13.07.2026

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