DWD Synoptische Übersicht Kurzfrist

10-07-2026 16:30
SXEU31 DWAV 101800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 10.07.2026 um 18 UTC


SCHLAGZEILE:
Ruhige Hochdruckrandlage, keine warnwürdigen Wettererscheinungen.

Synoptische Entwicklung bis Sonntag 06 UTC
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Aktuell ... zeigt sich weiterhin eine stabile Omegawetterlage über weiten Teilen
Europas. Dabei reicht ein Höhenrücken vom westlichen Mittelmeerraum über
Frankreich hinweg bis zu den Britischen Inseln. Flankiert wird dieser Rücken von
einem Trog westlich der Iberischen Halbinsel und einem weiteren umfangreicheren
über Ost-/Südosteuropa. Von Letzterem reichen die Fühler sogar bis in den Osten
Deutschlands. Trotz der dort leicht zyklonal erscheinenden Höhenströmung, reicht
es nicht für mehr als ein paar durchziehende lockere hohe und mittelhohe
Wolkenfelder.
Sonst zeigt sich der Himmel am Abend und in der Nacht weitgehend wolkenlos, denn
das Wetter hierzulande wird von dem Hoch LAURENT mit Schwerpunkt nordwestlich
der Britischen Inseln bestimmt, von dem aus ein Keil Richtung Mitteleuropa
gerichtet ist. Somit bleibt Absinken dominant. Zudem ist die Luftmasse relativ
trocken. Entsprechend kann es weiterhin deutlich auskühlen und die Nächte
verbleiben noch relativ angenehm. Die Minima liegen meist zwischen 16 und 10
Grad, in einigen Senken und Tälern auch darunter. Etwas wärmer bleibt es in
einigen Ballungszentren im Südwesten Deutschlands.
In den Nordwesten wird mit der nördlichen Strömung etwas feuchtere Nordseeluft
advehiert, sodass sich dort gebietsweise erneut Stratusbewölkung ausbreiten
kann. Dies sollte aber weniger der Fall sein, als in den Vornächten.

Samstag ... verliert der osteuropäische Trog weiter an Einfluss auf unser
Wetter. Der Höhenrücken kann sich noch etwas weiter stärken und weitet sich
schließlich noch bis in das Seegebiet nordwestlich von Irland aus. An der
grundsätzlichen Wettersituation in Deutschland ändert das wenig.
Es dominiert weiterhin der Einfluss des Hochs LAURENT. An dessen Südostflanke
wird mit einer nördlichen bis nordöstlichen Strömung weiterhin eine relativ
trockene und gut durchmischte Luftmasse zu uns geführt, die sich auf ihrem Weg
nach Westen und Süden weiter erwärmt. Dadurch bleibt der Temperaturkontrast über
Deutschland noch erhalten. Bei kaum vorhandenen Wolken und somit nahezu
ungehinderter Einstrahlung erreicht die Temperatur Höchstwerte zwischen 25 und
29 Grad in der Nordosthälfte. Unmittelbar an der See bleibt es bei auflandigem
Wind noch etwas kühler. In der Südwesthälfte wird es heiß bei Werten zwischen 33
und 34, am Oberrhein lokal bis 35 Grad.
Im äußersten Südwesten und Süden nimmt die potentielle Instabilität der
Luftmasse zu und vom Schwarzwald bis zu den Alpen wird auch etwas CAPE
generiert. Aufgrund der trockenen Luftmasse dürfte dies dort aber allenfalls
höherreichende Quellungen und vielleicht mal einen kurzen Schauer hervorrufen.
Für Gewitter wird es nicht reichen.

In der Nacht zum Sonntag ergeben sich keine nennenswerten Änderungen der
Wetterlage. Der Hochkeil kann sich noch etwas weiter stärken und so erwartet uns
eine überwiegend klare Nacht und die Luft kühlt auf 18 bis 10 Grad ab. In
einigen Innenstädten bleibt es auch wärmer.

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Synoptische Entwicklung bis Montag 06 UTC

Sonntag ... können die Aussagen aus der Frühübersicht weitgehend beibehalten
werden. Das Hoch dominiert weiter unser Wetter. Zwar wird der Nordosten von
einem flachen Randtrog gestreift, viel Wetter ist aufgrund der vorherrschenden
Luftmasse aber nicht zu erwarten. Vielleicht reicht es hier und da für ein paar
Tropfen Regen auf den heißen Stein. Insgesamt setzt sich die extreme Trockenheit
aber weiter fort bei erneut viel Sonnenschein. Dabei wird es sehr warm bis heiß.



Modellvergleich und -einschätzung
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Die Wetterentwicklung wird von den Modellen übereinstimmend prognostiziert.


Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Johanna Anger